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Teima`s Weg in die Selbstständigkeit

Antworten im Thema: 210 » Der letzte Beitrag (23. April 2014, 09:43) ist von MrOuttake.

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Teima

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Freitag, 6. Januar 2012, 00:46

Die Fortsetzung

In der Nacht war es echt bitterkalt in meinem LKW. War ja auch irgendwo logisch, sowas wie Standheizung gab es zu den damaligen Zeiten nur selten als mein SK gebaut wurde. :S
Deshalb entschied ich mich, mir als kleine Einschlafhilfe noch einen Film auf meinem Laptop anzugucken, und siehe da, schon nach einer halben Stunde war ich eingeschlafen...Doch der Schlaf sollte nicht lange andauern...
" Bam Bam Bam" machte es auf einmal, und lies mich hochschrecken...Was war das, macht sich da irgendwer an meinem SK zu schaffen?!? Ich zog vorsichtig die Gardine zur Seite, und tatsächlich, stand da Nachts um 2 Uhr eine dunkle Gestalt in Nadelstreifenanzug neben meinem LKW, und machte eine Handbewegung, das ich doch mal aussteigen solle. Erst wollte ich nicht, aber dann dachte ich mir, hier auf einem bewachten Gelände wird dir sicher keiner was anhaben wollen.
Ich stieg aus, und fragte den eigenartigen Typen, was er denn von mir wollen würde. " Ich hätte da für Sie einen Spezialauftrag, allerdings sofort und ohne Rechnung! Ist das ein Problem für Sie?! "
Mir war plötzlich ganz unwohl, aber ich harkte weiter nach, worum es sich drehte...Ich müsste nur einen Tankauflieger vom Firmengelände nebenan nach Saarbrücken bringen, das wäre ja nicht weit. Er würde mir dafür 1500 Euro bar auf die Kralle zahlen. Ich überlegte eine Weile, weil ich doch schon ein schlechtes Gefühl bei dem Ganzen hatte. Aber das Geld könnte ich gut gebrauchen...Also schlug ich ein...Der Mann stieg zu mir ins Fahrerhaus, und wir fuhren rüber aufs andere Gelände, wo ich den Trailer ankoppelte...



Und denn ging es mit dem Herren auch schon los. Er fuhr mit, um mir den Weg zu zeigen. Angeblich!!! Aber ich spürte, das da was faul war, nur sprach der Typ nach dem ich ihn gefragt hatte, was wir da überhaupt geladen haben, kein Wort mehr mit mir...Kam nur der Spruch, "das geht dich nichts an"...
Also konzentrierte ich mich auf die Straße, denn es war wirklich kalt in dieser Nacht, und stellenweise wie hier auf den Brücken doch schon glatt...



Wir fuhren so ne ganze Weile über die Landstraße, über den großen Staudamm zwischen Frankfurt und Saarbrücken, und kamen unserem Ziel immer näher...Aber sprechen wollte der Typ partou nicht mehr, im Gegenteil. Er beobachtete genau jedes Auto was uns entgegen kam, oder hinter uns fuhr...Sehr merkwürdig das Ganze...





Im Morgengrauen erreichten wir dann endlich Saarbrücken, und nun endlich sprach der Typ wieder mit mir, aber nur "links", "da rechts", um mir den Weg zu zeigen...Am äussersten Stadtrand stand ein altes Fabrikgebäude, dort führte er mich aufs Gelände und wies mich an, rückwärts vor das linke Tor zu fahren, und dort dann zu warten bis er wieder da wäre. Also tat ich es auch so...





Nach etwa zehn Minuten öffnete sich das Tor, und da sah ich was hier los war. In dieser alten Lagerhalle wurden irgendwelche chemischen Giftstoffe entsorgt. Es standen schon 2 der gleichen Trailer wie den, den ich am Haken hatte in der Halle, und gut ein halbes dutzend Männer in gelben Schutzanzügen befüllten kleine Fässer mit diesem komisch dampfenden Zeugs aus dem Auflieger. Im Rückspiegel sah ich dann einen dieser Männer, wie er versuchte mich rückwärts in die Halle einzuweisen...Als wenn ich das nicht so könnte... ?(
Aber nun ja, sie sattelten den Trailer ab und schickten mich mit meinem SK wieder vor das Tor, wo auch schon wieder der eigenartige Typ stand. Er gab mir einen Briefumschlag mit dem versprochen Geld drin, und sagte mir, ich solle diese ganze Aktion ja schnell vergessen...Ich war froh das ich da endlich weg kam...



Ich grübelte den ganzen Weg zurück in die Innenstadt darüber, ob ich nicht doch die Polizei rufen sollte. Aber was, wenn diese Typen mich dann doch irgendwann aufspüren und mir ans Leder wollen...Während ich so die Pro`s und Contra`s gegeneinander auswog, wurde ich durch das Klingeln meines Handys aus meinen Gedanken gerissen...
Es war Frank, der mich um einen Gefallen bitten wollte. EIn sehr guter Freund von ihm hat eine kleine LKW-Werkstadt in der Nähe von Köln, zieht jetzt aber mit seinem gesamten Equipment nach Dortmund, da er dort mittlerweile einen großen Kundenstamm aufgebaut hat, und sich dort eine größere Werkstadt mit Bürotrakt gekauft hat. Jetzt fehlt ihm Jemand, der seine Maschinen und Werkzeuge dort rüber bringt. Einziger Haken an der Sache, das es keine Entlohnung gibt, sondern nur die Spritkosten von ihm übernommen werden. Aber man könne sich bestimmt auf anderem Wege über einen kleinen Bonus einigen.
Da ich mir dachte, nach der verbrecherischen Aktion von letzter Nacht, müsste ich wenigstens eine gute Tat vollbringen, sagte ich zu, und fuhr in die Nähe von Köln, wo ich Werkstatt und Trailer auch schnell fand...



Und schon ging es los Richtung Dortmund...Doch nach nur wenigen Kilometern wurde meine Fahrt gestoppt. Die Polizei zog mich raus, und mein Herz fing an zu rasen...Was wollten die von mir?! Ist die Aktion von letzter Nacht aufgeflogen?! Hatte mich wer gesehen?!
Ich wusste es nicht... Also stoppte ich, und ließ die ganze Prozedur über mich ergehen...Aber es war Gott sei Dank nur eine allgemeine Verkehrskontrolle, Ladungssicherung war ihr Hauptaugenmerk. Aber die Jungs aus der Werkstatt hatten ganze Arbeit geleistet, und alles sicher verstaut und verzurrt...



Der Oberkommissar gab mir meine Fahrzeug- und Ladepapiere wieder, und ich konnte weiterfahren. Ich steuerte auch nur noch den nächsten Rastplatz an, da ich ja eh nicht unter Termindruck stand, und völlig fertig von den letzten 15 Stunden war. Ich brauchte dringend eine heiße Dusche und eine Mütze voll Schlaf, die ich mir dann auch nahm...



Um 6.00 Uhr klingelte dann mein Wecker. Ich ging nochmal in die Raststätte, um mich zu waschen, frischen Kaffee und belegte Brötchen zu holen, und machte mich dann eine viertel Stunde später auf den Weg nach Dortmund...Nach einer knappen Stunde hatte ich dann auch schon meine Ausfahrt vor mir, denn da nichts los war auf den Straßen, war ich sehr gut voran gekommen...



Die neue Werkstatt fand ich auch Recht schnell, auch wenn ich mich einmal verfahren hatte. Dort angekommen, schob ich den Auflieger rückwärts in die Halle, und stieg aus. Im gleichen Moment kam einer langer dürrer Kerl ums Eck, und reichte mir seine Hand. " Hi, ich bin Stefan, und ich bin der Besitzer des ganzen Ladens hier..." Wir unterhielten uns bei Käffchen und Kippchen, während seine 3 Angestellten den Auflieger ausräumten.



Nachdem wir so ne ganze Weile dahin geplaudert hatten ( es wurde schon hell ), ich ihm davon erzählt hatte, was ich vorher gemacht hatte, und das ich jetzt selbstständig wäre, kam er auf eine klasse Idee. Er bot mir an, da er sowieso soviel Platz hier hätte, mir meinen eigenen Firmenstandort bei ihm in der Werkstatt mit einzurichten. Ich müsste nur eine kleine Miete wegen dem Finanzamt und die Unkosten zahlen, aber mehr nicht... Ich brauchte nicht lange zu überlegen, und schlug ein...

Und so habe ich nun meinen eigenen Firmenstandort, wenn auch nur einen Stellplatz und ein kleines Büro, aber immerhin. Für mich ist das ja auch erstmal vollkommend ausreichend, da ich selbst ja eh die meiste Zeit auf Achse bin. Jetzt musste ich mir nur noch einen Namen für meine kleine Spedition einfallen lassen....




Fortsetzung folgt...



_________________________________________



Weiter geht es beim nächsten Mal...Hoffe die Fortsetzung kommt genauso gut an wie der erste Teil, aber wie gesagt, Kritik und Anregung sind immer erwünscht. Denn man(n), in dem Fall ich, will ja immer noch was dazu lernen... ;)

Gruß Jan


PS: Und danke nochmal an alle für die lobenden Worte, hab mich echt sehr darüber gefreut... ;)
MfG Jan


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Mit einem Klick auf das Bild seit ihr da... :thumbsup:







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Harry Piel

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Freitag, 6. Januar 2012, 01:33

Sehr gut und spannend geschildert. Ich habe nicht nur quergelesen, sondern mir die Story richtig reingezogen. So mache bitte weiter.

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vanDongen

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Freitag, 6. Januar 2012, 05:33

Hallo Jan,
schöne Story. :love: Hast ja Glück gehabt, das Du nicht von der Polizei kontrolliert wurdest. 8|
Bei mir würdest Du in ne Verkehrskontrolle kommen. Nen alter SK, mit russischem Kennzeichen und Tanksattel. :hmm: Das ist verdächtig. :whistling: :pardon:

Bin gespannt, wie es weitergeht.


Gruß Michael
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Transit

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Freitag, 6. Januar 2012, 08:15

Na ist doch schon gut die Geschichte musst Du nur noch ein Verleger finden der es zu einen Buch falten tut :thumbsup:

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CrazyHorse

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Freitag, 6. Januar 2012, 11:09

Sehr schöne Fortsetzung! Ich bin begeistert! :thumbup:

Gruss CrazyHorse
"Die Menschen bauen zu wenige Brücken und zu viele Mauern" (Dominique Georges Pire)

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Teddybaer

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Freitag, 6. Januar 2012, 16:00

Woow,wirklich klasse Jan :P Mach bitte weiter so,das ist spitzenmäßig was Du hier präsentierst :thumbsup:

Teima

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Samstag, 7. Januar 2012, 19:09

Und weiter gehts....

Einen Namen habe ich noch nicht wirklich gefunden, aber ich suche noch weiter. Allerdings, wenn jemand eine Idee hat, ruhig raus damit... ;)
Und danke für den großen Zuspruch, hätte nie damit gerechnet das es so gut bei euch ankommt. Aber ich freu mich riesig darüber, und werde mir viel Mühe geben, euch nicht zu enttäuschen und euch weiterhin zu fesseln... ;)


Aber jetzt gehts weiter...


Die Jungs von Stefans Werkstatt schauten sich meinen SK mal ganz genau an, während ich anfing, mein Büro einzuräumen. Links den Schreibtisch ans Fenster, Aktenschrank daneben an die Wand (auch wenn da eh noch nichts drin war ;) ), und ganz wichtig die Schalfcouch, falls ich mal hier übernachten musste. Meine Wohnung in Hamburg hatte ich ja bereits gekündigt, also musste ich mir auch noch Gedanken machen, wie ich das mit dem anmelden meines neuen Wohnsitzes mache. Aber das hat ja noch Zeit, genau 3 Monate... :D
Als alles soweit stand, PC aufgebaut, Fax und Telefon angeschlossen, stellte ich mich ans Fenster, um eine zu rauchen und die frische Morgenluft zu genießen. Es lag immer noch Schnee...Sieht zwar ganz schön aus, aber auf Dauer nervt es doch ganz schön, gerade wenn der Mist zwischendurch immer mal wieder taut...Naja, so stand ich da, und macht mir Gedanken, wie ich denn nun an Aufträge ran komme. Ich kann mich ja nicht pausenlos darauf verlassen, das Frank mir ein paar Touren der LKW Log rüber schob. Und ausserdem hätte ich dann auch da bleiben können. ALso musste eine Lösung her...
Gegenüber sah ich dann ein Lager von Tradeaux...Na, das ja praktisch dachte ich, gleich gegenüber stehen quasi die Aufträge und warten auf mich. Gerade wollt ich zur Tür heraus, da kam Harald, Stefan`s Werkstattmeister reingeplatzt...Er sagte mir, das der SK soweit in einem guten Zustand sei, nur die Bremsleitung sollte ich bei Gelegenheit mal machen lassen. Er würde sich auch schon mal umgucken, wo er die Teile her bekommt...

Aber die Reperatur musste warten, ich musste erstmal was fürs Konto tun, und mich bekannt machen, damit ich voran kam... Ich packte alles notwendige in meinen LKW, und fuhr rüber zu Tradeux...Dort ging ich ins Büro, und wurde gleich freundlich von ihm empfangen. Nachdem wir eine Weile gesprochen hatte, gab er mir sein Wort, bei passenden Touren an mich zu denken. Eine könnte ich sofort haben, da der eigentliche Fahre ausgefallen ist. Ich sagte natürlich zu...Es ging um eine Fuhre Ford Mondeos nach Frankfurt, also aufgesattelt und los gings...



Heute war Dortmund richtig leer, so kam ich ruck zuck auf die Autobahn. Eigentlich fängt der Tag schon wieder viel zu gut an. Aber naja, wir wollen mal nicht schwarzen sehen und es einfach genießen...Auf der Autobahn war allerdings mehr los, vorallem die Streufahrzeuge der Autobahnmeisterei waren haufenweise am Streuen. Da kann man sich ja schon mal wieder auf richtig knackige Kälte einstellen, und glatte Straßen...



Trotz aller Befürchtungen kam ich sehr gut voran, und war auch sehr schnell in Frankfurt angekommen. Also runter von Autobahn, und rein in die City. Das lief ja alles wunderbar...
Denkste...Kaum war ich in Frankfurt kurz vorm Ziel, da standen die Grün/Weißen, jetzt Silber/Blauen, auch schon am Straßenrand, und hielten mir ihr Kelle vor die Nase. Das kann doch nicht wahr sein, warum immer ich?!? Aber da viel mir ein was Lukas (Haselnut) mir in einem bekannten Trucksimforum, www.trucksimulator24.de heißt es, gesagt hatte. " Mit nem alten SK, russischem Kennzeichen und wertvoller Ladung dran, wirst eh angehalten..." Und naja, was soll ich sagen, mit einer Fuhre Neuwagen war das ja nicht anders zu erwarten...Also hielt ich am Straßenrand, und ließ die Herren ihren Job machen...



Natürlich gab es nichts zu beanstanden, ausser das sie mich drauf aufmerksam machten, ich sollte den LKW doch langsam mal ummelden...An was man nicht alles denken muss/soll wenn man sich selbstständig macht :doofy:
Also fuhr ich weiter zum Zielort, dem Tradeux Lager, auf dem mich dieser komisch Typ angesprochen hat mit der, naja, ich nenne es mal "Extra-Tour"...Also ging alles recht fix mit absatteln und Papier übergeben, man kannte sich ja jetzt schon. Auch wenn der Dispo ein bisschen sauer war auf mich, weil ich einfach Nachts weg war, obwohl er mir morgens eine Tour zugesagt hatte. Ich kam mit der Ausrede, das ich aus famliliären Gründen dringend los musste... :whistling:



Da ich nun eh meine Pause machen musste, ging ich rüber in das kleine Bistro, um was zu essen, nen Käffchen zu schlürfen und mal ein bisschen in der Tageszeitung zu blättern. Aber weit kam ich mit lesen, weil plötzlich mein Handy klingelte... Es war Stefan, der einen Sonderauftrag für mich hatte. Mir grauselte es schon wieder innerlich, aber sagte, das sein Onkel Hilfe brauchte, weil sein Spediteur keine Zeit hatte... Na gut dachte ich mir, wenn er gut zahlt, dann fahr ich halt rüber nach Erfurt. Ich fragte noch in der Dispo von Tradeux, ob sie nicht irgendwas in die Richtung hätten, aber die Antwort war nein...Also machte ich das, was kein Spediteur gerne macht, leer fahren...



So konnte ich wenigstens mal was von der schönen Landschaft sehen, so wie hier an einem schönen gemütlichen See....



Ich fuhr gemütlich über die Landstraßen hinweg, und genoss es in vollen Zügen, keinen Stress zu haben...
Am späten Abend kam ich dann in einem kleinen Dorf vor Erfurt an, meine Navi sagte : " Sie haben ihr Ziel erreicht, das Ziel befindet sich links"
Mein Blick schwenkte nach links, aber da war nur ein großer Bauernhof. Was sollte ich denn da?! Naja, ich fuhr auf den Hof, da kam mir der Bauer aus dem Stall schon entgegen. Nach dem er sich als Horst Brackelmann vorgstellt hatte, und wir kurz gesprochen hatten, zeigte er mir wo ich übernacht stehen konnte. Zwischen Schweinestall und der Koppel der Kühe...Welch schöner Geruch... Naja, es gab bei Bauer Horst noch ne kräftige Brotzeit, und danach legte ich mich dann aufs Ohr...



Um 7 Uhr klingelte dann mein Wecker...Ich ging mich waschen, etwas frühstücken bei der nette Frau vom Bauern, und machte dann meinen LKW startklar...




Als ich dann vorne auf den Hof fuhr, traute ich meinen Augen nicht, was da stand...Jo, sagte Bauer Horst, denn müsstest du mal nach Leipzig zum Sägewerk bringen, meine bester Kunde hat dort kein Heu mehr für seine Pferde. Ich kratzte mich am Kopf, denn das Ding war ganz schön lang und mit Sicherheit auch schwer, denn ich kannte Rundballen aus meiner eigenen Jugend, weil ich teilweise auf einem Bauernhof groß geworden bin. Also hieß es aufsatteln, Adresse ins Navi rein, und los ging es...



Unterwegs über die Landstraßen merkte ich schon, das bei manchen Steigungen mein treuer SK an seine Leistungsgrenze kam... Aber er hielt es aus, hoffte ich zumindest...

Nichts ahnend fuhr ich so dahin, bis ich um eine langgezogene Linkskurve kam...Ich erschrag, ein LKW mit Fertig-Beton-Teilen kam mir entgegen, aber auf meiner Fahrbahn, und das ganze auch noch schlingernd wie ich nach meinem letzten Absturz an meinen Geburtstag. Ich ging voll auf die Bremse, doch was war denn jetzt!? 8| Es passierte nichts, ich wurde einfach nicht langsamer. Mir blieb nichts anderes übrig, als zu versuchen, mich durch den Schnee am Straßenrand zu verlangsamen und mit Hilfe des runterschaltens zu bremsen...Aber auch das half nicht mehr, ich verlor die Kontrolle über mein Gespann, rauschte in den Seitengraben an dem Unfallversucher vorbei an den nächsten Baum...
Gott sei Dank war niemand verletzt, weder ich noch der andere Brummifahrer, welcher ne ziemlich Fahne hatte... Als die Polizei (mal wieder) da war, und ein Servicefahrzeug aus einer Leipziger Werkstatt, beguckte ich mir erstmal den Schaden. Der Blechschaden war nicht so willt, aber warum konnte ich nicht bremsen...Einer Zigarettenlänge später war ich schlauer. Der Schrauber erzählte mir, das die Hauptbremsleitung gerissen sei... Na toll dachte ich mir, genau das was Harald zu mir gesagt hatte...Ich war frustriert...



Zu meinem Glück hatte mir der Mechaniker schon ein Vorführfahrzeug aus seiner Werkstatt besorgt, mit dem ich dann erstmal, nachdem der Trailer mit nem Kran geborgen wurde, meine Tour nach Leipzig fortsetzen konnte. Die Kosten dafür musste ja eh die Versicherung von dem Deppen übernehmen, der laut Polizeiangaben übrigens 1,87 Promille intus hatte...Es fiel mir schwer meinen SK auf einem Abschlepper davon fahren zu sehen, aber es ging nicht anders.Also fuhr ich dann nachdem alles geregelt war weiter, auch wenn ich noch ganz schön am Zittern war... :fie:



Der Weg nach Leipzig verlief dann zu meiner Beruhigung ohne weitere Zwischenfälle... Ich fand auch das Sägewerk dank Navi sehr schnell, schob den Trailer rückwärts in die Lagerhalle, koppelte ab, und fuhr zurück zum Pförtner. Der nahm dann die Frachtpapiere entgegen und quittierte mir alles. Ich fragte ihn dann noch, wie ich am schnellsten zu der Werkstatt kommen würde, und düste dann weiter...





Ich fand die Werkstatt auch sehr zügig und parkte den MB...Was war denn dahinten los?! Naja, wohl jemand auf dem glatten Eis weg gerutscht, und wieder tausend Schaulustige drum herum....



Aber ich hatte jetzt ganz andere Sorgen...Was war mit meinem Truck?! Wie teuer wird die Reperatur?! Wie lange sitz ich hier jetzt fest?!

Das erfahrt ihr beim nächsten Mal.....


Gruß euer Jan
MfG Jan


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Harry Piel

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Samstag, 7. Januar 2012, 19:22

Sehr schöne Geschichte! Ich bin erstaunt und überrascht, welche Phantasien da aus der Map heraussprudeln. Mach weiter so.

Edit: Ach ja, zu einem alten SK passt ja eigentlich auch ein richtig guter deutscher Firmenname: Spedition Teima - wäre mein Vorschlag.

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Dienstag, 31. Januar 2012, 21:38

Hallo kollege nicht schlecht deine Geschichte mach weiter so . :thumbup:
Der Werkstattmeister und teil der Geschäftsleitung der LKW Log Spedition

Transit

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Mittwoch, 1. Februar 2012, 08:16

Na das ist ja richtig gut mein Freund mach mal weiter so und dann gibt es auch ein Buch im Handel! :thumbup:

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